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Studie sieht Wachstumschancen für Kongressstandort Aachen

Aachen ist ein attraktiver Tagungs- und Kongressort mit großem Wachstumspotential: Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die vom Eurogress Aachen, dem Aachen Tourist Service e.V., dem Bau- und Liegenschaftsbetrieb Nordrhein-Westfalen sowie der RWTH Aachen Campus GmbH in Auftrag gegeben wurde.

Laut der Studie wurden im vergangenen Jahr in Aachen 2.400 Wissenschafts- und Wirtschaftsveranstaltungen unterschiedlicher Art und Größe durchgeführt, die von 340.000 Teilnehmern besucht wurden. „Die Gutachter kommen zu dem Ergebnis, dass in Aachen bei einer optimierten Tagungs- und Kongressinfrastruktur 14 Prozent mehr Veranstaltungen stattfinden können, wobei überdurchschnittlich viel Potenzial im Bereich der größeren Veranstaltungen mit mehr als 500 Teilnehmern vorhanden ist“, konkretisierte Kristina Wulf, Geschäftsführerin des Eurogress, während einer Pressekonferenz. Es könne sogar mit einer Zunahme um 51 Prozent gerechnet werden, was bedeutet, dass rund 173.000 Besucher mehr in die Stadt kommen könnten, gebe es nur mehr Seminarräume mit den dazugehörigen Unterkünften, stellte Kur- und Verkehrsdirektor Werner Schlösser fest. Weil ein Kongressteilnehmer durchschnittlich 150 Euro täglich in die Stadt bringe, sollten Tagungsflächen und Hotels erheblich ausgeweitet werden, urteilte Schlösser.

Die Gutachter kommen zu dem Schluss, dass das Angebot an attraktiven Tagungen und Kongressen für die von Hochschulen geprägte Stadt Aachen von zentraler Bedeutung für ihre weitere wirtschaftliche Entwicklung ist.

Das sieht auch Dr. Manfred Sicking, Dezernent der Stadt Aachen: „Aachen ist heute schon ein bedeutender und erfolgreicher Kongressstandort. Erstmals liegen belastbare Zahlen vor. Vor allem zeigt die Studie die zusätzlichen Potenziale, die durch eine Ausweitung der Kongress- und Tagungsinfrastruktur zu erschließen wären. Die Zukunft des Wirtschaftstandortes Aachen erfordert Investitionen gerade auch in diesem Bereich.“

Die Gutachter ermittelten nach Aussage von Kristina Wulf außerdem, dass für größere Kongresse mit mehr als 400 Teilnehmern in Aachen nur das Eurogress geeignet ist, „jedoch ein Saal für 1.000 Personen zur Entlastung des Europa-Saals fehlt“. Zusätzlich würden rund 2000 Quadratmeter mehr Fläche für kongressbegleitende Messen und Ausstellungen benötigt sowie weitere Konferenzräume. „Das Interesse, größere Kongresse in Aachen durchzuführen, ist groß“, so die Eurogress-Geschäftsführerin. So sei der Europa-Saal mit 85 Prozent jährlich sehr gut ausgelastet. Aufgrund der großen Nachfrage müsste sie jedoch immer wieder Veranstaltungen absagen. „Wir müssen daher alles daran setzen, die notwendigen Kapazitäten zu schaffen, damit Aachen in Zukunft zu den führenden Kongressstädten Deutschlands gehört“, forderte sie. „Die Stadt Aachen kann sich als Kongressstadt in der vorderen Reihe der Ersten Liga bei naturwissenschaftlichen und technischen Kongressen und bei Schulungen und Weiterbildungen etablieren und einen Spitzenplatz in der Zweiten Liga bei wirtschaftsaffinen Kongressen sichern“, heißt es in der Zusammenfassung der Untersuchung.

Die Gutachter der Studie bestätigten außerdem, dass ein Großteil der Veranstaltungen in Aachen auf die Veranstaltungsaktivität der RWTH Aachen, der International Academy der RWTH, sowie des WZLforums an der RWTH zurückzuführen sei. So haben die Gutachter ermittelt, dass die Institute der RWTH insgesamt rund 300 Tagungen und Kongresse pro Jahr veranstalten. Davon wurden rund 50 Prozent mit weniger als 100 Teilnehmern, rund 35 Prozent mit 100 bis 400 Teilnehmern und rund 15 Prozent mit mehr als 400 Teilnehmern durchgeführt.

Mit der Entwicklung des RWTH Aachen Campus werden aus Sicht von Harald Lange, Niederlassungsleiter des Bau- und Liegenschaftsbetriebs Aachen, und Dr. Hermann Brandstetter, Geschäftsführer der RWTH Aachen Campus GmbH, in Zukunft weitere attraktive Tagungs- und Schulungsstätten benötigt: „Mit dem Campus werden in Aachen zusätzliche Events, Ausstellungen und Fachmessen stattfinden, die die Ideen „Aachen als Konferenzstadt“ und „Campus als Ort der Begegnung“ unterstützen.

 

 
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