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Barrierefreiheit verbessert

Spektrum hören, April 2016

Einen Erfolg konnte das DSB-Referat" Barrierefreies Planen und Bauen'' jüngst wieder verbuchen: das Kongress- und Kulturzentrum Aachens, der Eurogress,hat nun seine Barrierefreiheit für hörbeeinträchtigte Menschen optimiert. Dafür hatte sich das DSB-Referat beharrlich eingesetzt

Im Rahmen  der  Sanierung der Räumlichkeiten des Eurogress wurde auch eine Höranlage für hör­ geminderte Besucher installiert, teilte Eurogress in einer Presse­ mitteilung mit. Schon beim Karten­ vorverkaufbeziehungsweise an der Abendkasse erwarte die hörbeein­ trächtigten Besucher eine  soge­ nannte ,,Schalteranlage". Damit falle es ihnen beim Kartenkaufwesent­ lich leichter, sich zu verständigen.

In den Sälen wurde nicht nur die Akustik überarbeitet, auch stünden nun FUnk-Übertragungsanlagen zur Verfügung. Damit würden Spra­ che, Musik und Gesang störungs­ frei und in hervorragender Qualität an jeden hörgeminderten Besucher übertragen. Dieser benötige dazu lediglich einen Kinnbügelhörer. 30 davon stehen kostenfrei zur Verfü­ gung. Der Kinnbügelhörer zeichne sich durch eine einfache und kom­ fortable Bedienung aus. Die ein­ gebaute Anzeige signalisiere alle wichtigen Informationen (Emp­ fangskanal, Empfangsqualität so­ wie Ladezustand  des eingebauten Akkus). Die Lautstärke könne vom Besucher selbst reguliert werden.
Alternativ könne das Signal an ei­nen  Taschenempfänger, der mit einer Halsringschleife verbunden ist, übertragen werden. Die Hör­schlinge leitet es dann direkt an die Telefonspule der Hörgeräte weiter. Dies ermögliche dem Schwerhöri­gen mit seinen gewohnten Einstel­lungen vom Hörgerät  den Ton direkt ins Hörgerät zu erhalten. Alle übertragenen Informationen wür­- den unverzerrt das Ohr des Hörers erreichen. Die Sprache sei klar und gut verständlich. Die benötigten Halsringschleifen können  Besucher ebenfalls kostenfrei ausleihen. Zehn Stück sind vorrätig.

Beide Empfänger-Varianten würden vom Eurogress bei jeder Veranstaltung angeboten, bei der Audiosignale über eine entsprechende Anlage übertragen werden können. Sie sind an der Garderobe des Eurogress ausleihbar. Die Garderobi­eren erklären dem Gast, wie das jeweilige Gerät funktioniert, heißt es in der Mitteilung.

"Mit dieser Maßnahme gehen wir einen weiteren  Schritt, die Barrierefreiheit des Hauses zu optimieren", so Kristina Wulf, Geschäftsführerin  Eurogress. "Im Vordergrund steht hierbei, das Thema Besucher- und Mitarbeiterkomfort kontinuierlich weiterzuentwickeln und es als einen permanent lernenden und sich weiterentwi­ckelnden Prozess zu begreifen."

Begleitet und gestaltet wurde der barrierefreie Umbau des Eurogress über die gesamte  Dauer von zwei Jahren von Tontechnik-Ingenieur Matthias Scheffe, der Mitglied im DSB-Referat "Barrierefreies Planen und Bauen" ist.

 

 

 
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