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Prinzenproklamation: Prinz Axel II. der neue Narrenherscher in AachenPrinz

Mo.: 12.01.2015, Aachener Nachrichten;
von Holger Richter

„Spielt am Sonntag unser Fußballklub, treffe sich der Fränz än ouch deä Jupp“, heißt es in der legendären Alemannia-Hymne der 3 Atömchen. Bei der Prinzenproklamation des Aachener Karnevalsverein (AKV) ist es ähnlich. Das meint jedenfalls AKV-Vizepräsident Rolf Gerrards, der das mehr als vierstündige Programm am Freitagabend im Eurogress zusammengestellt hat.

„Bei der Prinzenproklamation kommen wirklich alle zum ersten Mal in der Session zusammen. Da wird erzählt und geklönt: ,Jupp, wie geht‘s Deinem Knie?‘ und so weiter...“, beschreibt Gerrards die traditionell „unruhige Atmosphäre“ unter den 1400 Gästen bei der Inthronisierung des neuen Aachener Narrenherrschers im Europasaal. Deshalb habe man bewusst auf ein reines Musikprogramm gesetzt. „Wir haben es bereits mehrfach mit Rednern versucht, die sind allesamt baden gegangen“, erzählt Gerrards.

Außerdem sei das Aachener Liedgut stark genug, ein solches Programm zu tragen. „Das hat das Prinzenmedley am Anfang bewiesen“, sagt Gerrads zum gelungenen Auftakt, bei dem eine Handvoll Ex-Tollitäten bis hin zu Bernd I. (Marx) von 2014 Auszüge aus ihren jeweiligen Prinzenliedern sangen.

Aber der AKV-Vizepräsident weiß auch, dass einige Nummern am Freitagabend funktioniert haben, andere aber nicht. Zur ersten Kategorie gehören natürlich die
4 Amigos, die zwar vor ihrem ersten großen Auftritt in dieser Session einen „Köttel in d‘r Boks“ hatten, wie Uwe Brandt auf der Bühne zugab. Trotzdem knüpften sie nahtlos an die umjubelten Auftritte der vergangenen Jahre an und brachten rechtzeitig vor dem Prinzenspiel die Jecken im Saal wieder so richtig in Stimmung.

Namen der zweiten Kategorie will Rolf Gerrards nicht nennen. Gleichzeitig betont er jedoch, dass er sich etwa für den Auftritt von Nicole Malangré mehr Resonanz im Publikum gewünscht hätte. „Wir sind immer bemüht, etwas Neues zu machen“, der AKV wolle den Karneval bereichern. Dafür spreche die Tatsache, „dass wir mit Nicole Malangré eine bundesweit bekannte Sängerin für den Karneval begeistern konnten“. Ähnlich verhalte es sich mit dem Auftritt von Dirk von Pezold als Lennet Kann gemeinsam mit dem starken Gospelchor Sound‘n‘Soul.

„Der Gradmesser für ein gelungenes Programm kann nicht sein, dass das Publikum drei Stunden lang auf den Stühlen steht“, sagt Gerrards, der schmunzelnd hinzufügt: „Drei Stunden auf den Stühlen zu stehen, das schaffen wir ohnehin nicht mehr. Aus dem Alter sind wir raus.“

Apropos Stühle: Die leeren sich im Europasaal beim abschließenden Einmarsch der Vereine sehr schnell. Angesichts der Mühe, die sich die 50 Vereine für ihren kurzen Auftritt gemacht haben, ist das sehr schade.

 
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